Außer Haus (2): Artner auf der Wieden

Da haben wir doch glatt die „Außer Haus“-Reihe schleifen lassen. Nicht, dass wir seit Dezember 2013 im Tenmaya nicht mehr außer Haus essen waren. Nö, ganz im Gegenteil, aber entweder haben wir einfach vergessen, drüber zu bloggen, oder aber es schien uns dann nicht erwähnenswert genug. Oder wir waren auch einfach zu höflich. So wie letztens im Do & Co in der Albertina. Da war das Essen zwar lecker, aber das Service etwas zu… sagen wir einfach bemüht. Wie auch immer.

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Wir waren letztens im Artner in der Floragasse. Muss man dazu sagen, schließlich gibt es ja noch den am Franziskanerplatz und dann natürlich auch noch den wunderbaren Heurigen in Höflein. Und zwar waren wir nicht einfach nur essen, nein, wir waren bei den Wildwochen. „Wild geht’s zu“, bei einem viergängigen Wildmenü mit Jazzbegleitung durch „4-mation“. Und es war herrlich. Selten ein so gutes, zuvorkommendes Service erlebt. Die wunderbarste Y. hat ja immer ein bisschen das Problem mit ihrer Milchintoleranz. Einerseits verträgt sie die Kuhbrause und deren Nebenprodukte halt einfach nicht, andererseits mag sie nicht immer Extrawürstel veranstalten und so ein Menü ist ja schließlich durchdacht. Sei wie es sei, eine kurze Frage, der Kellner ab in die Küche zum abklären und kurz darauf mit ein paar wunderbaren, mindestens gleichwertigen Alternativen wieder da. So mögen wir das.

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Sehr gemocht haben wir dann auch die Vorspeise: Ich eben die geplante, Y. einen herrlichen Blattsalat mit großartigem Dressing und gehobelten Steinpilzen, alles gut, alles wunderbar. Hauptgang dann für uns beide gleich, bei ihr halt eine milchfreie Alternative zur Walnussraviolibeilage. Aber vor allem das Fleisch. Das Stück vom Rücken. Ich hätt mich ja gerne in den Teller reingesetzt und drinnen gewälzt. Oder gebadet. Zerging auf der Zunge das Stückerl Fleisch. Nur wenn wir dachten, dass es bisher gut war, mein Gott, lagen wir falsch. Denn wirklich wirklich gut wurde es dann bei der Nachspeise. Lauwarme Feigentarte mit Waldmeister-Eis. Beziehungsweise für Y. mit Rhabarber-Sorbet. Das war köstlich. Nein, köstlich trifft es nicht annähernd. Kulinarischer Orgasmus beschreibt es, aber auch nur oberflächlich. Eine perfekt abgeschmeckte Nachspeise, süß, aber genau so süß, dass es eben nicht gekippt ist ins zu Süße. Nein, drüber schreiben geht nicht. Fahrt hin und holt euch die Nachspeise, wirklich. Einzige Gefahr dabei ist, nachher mag man keine anderen Nachspeisen mehr essen, nie mehr.

Fazit also vom Abend? Herrlich. Großartig. Köstlich. Wunderbares Service. Wirklich ganz hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Ich meine, in der Qualität, mit Wein und Getränken, da gehen knapp 120 Euronen für zwei Personen wirklich in Ordnung. Gehen wir wieder hin? Ganz sicher. Und wenn es nur wegen Feigentarte ist…

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Streuselkuchen mit Marillenmarmelade (laktosefrei)

Ihr erinnert euch? Letztens haben wir Unmengen an Marillen zu Marmelade verarbeitet. Jetzt muss natürlich die Marmelade verarbeitet werden. Zu einem Streuselkuchen. Und weil im Kühlschrank keine Butter (ist sie wegen der Wunderbarsten Milchunverträglichkeit sowieso nie), aber auch keine Pflanzenmargarine war, kam die Marillenmarmelade auch ganz einfach bei der Streuselherstellung dran.

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Letztes Wochenende waren wir im Marillengroßeinsatz. Putzen, schneiden, entkernen, einkochen, abfüllen. Aber was soll man auch sonst machen, wenn man gut 20 Kilo von einer lieben Arbeitskollegin der wunderbarsten Y. geschenkt bekommen hat… Nachdem die Menge in Marmelade verarbeitet aber nun wirklich nicht mal mehr herzuschenken wäre, haben wir uns entschieden, auch diesen überaus leckeren Marillenlikör, den wir bei der Übergabe der Marillen kosten durften, zu machen. 

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Ging ja alles auch ganz einfach. Marmeladenrezept, glaube ich, ist wirklich nicht notwendig aufzuschreiben, der Likör wird fast genauso hergestellt. Marillen entkernen, aufkochen, pürieren, Zucker und Wasser dazu, nochmal aufkochen, mit Korn „verhochprozentigen“ und ab in die Flaschen. 

Falls wer Marillenmarmelade oder Likör mag? Meldet euch… 🙂

Das Osterbrunch-Menü

Wie immer habe ich natürlich vergessen, alles schön zu dokumentieren. Ihr müsst euch also mit ein paar stumperhaften Handyfotos begnügen. Ich schreib nicht mal ausführlich dazu, wie und was das alles sein soll. Wirklich wahr aber auch, peinlich ist das…

Fakten zum Weihnachtsmenü #1

Gerade die ersten Vorbereitungen für das Weihnachtsmenü nächste Woche erledigt. Aber was heißt das schon? Grammeln auslassen dauert halt (und selbst ausgelassene schmecken nun mal viel besser in den Grammelpogatscherl) und der vorweihnachtliche Rom-Trip macht natürlich die Zeit noch knapper, auch wenn er erholungstechnisch schon fast schmerzhaft herbei gesehnt wird…

Außer Haus (1): Tenmaya zum Jahrestag

Wer daheim schön kochen kann und will, muss natürlich auch außer Haus seine Zunge schärfen. Letztens waren wir dazu – und zur Zelebrierung unseres dritten Jahrestages – im Tenmaya in Wien. Sehr feiner Japaner. Zur Feier des Tages hatten wir uns ein Tatamizimmer reserviert und in trauter Zweisamkeit ein phantastisches Menü genoßen. Die wunderbarste Y. hatte als Vorspeise Ebi Tempura, Garnelen in einem ganz herrlich dünn rausfritiertem Teig. Als Hauptgang dann Jou-Nigiri, eine Nigiri-Sushi Auswahl von zehn feinen Meeresprodukten, serviert mit einer Miso-Suppe. Ich nahm das Sushi-Sashimi Menü mit einer kleinen Vorspeise, Sushi, Sashimi, Tempura Garnelen, einer gedämpften Delikatesse, Gemüse, Garnelen und einer Miso-Suppe. Als Nachspeise dann noch einen schönen Karamellpudding mit Früchten. Und was sollen wir großartig sagen? Es war phantastisch. Das Flair im Tatamizimmer sowieso, die Fischqualität unglaublich, selten habe ich so einen herrlichen Tunfisch gegessen. Auch der Sushireis war unglaublich lecker und preislich… nun, natürlich zahlt man etwas mehr als beim Running Sushi ums Eck. Aber das ist es auch wert, glaubt mir…

Schmerstrudel nach Omschis Rezept (Fotogalerie)

Schmerstrudel ist ja ein leider viel zu unterschätzter und mittlerweile auch unbekannter Klassiker der österreichischen Mehlspeisenküche. Ich durfte von meiner Omschi ein Geheimrezept übernehmen (und deshalb kann ich es hier natürlich auch nicht posten, sonst wäre es ja nicht mehr geheim) und diese Tradition fortführen bzw. -backen. Gefüllt mag ich den Schmerstrudel ja am liebsten mit Nuss, alternativ geht aber natürlich auch Apfel oder Marmelade. Und am allerbesten ist er natürlich lauwarm und ganz frisch…