Hervorgehoben

In eigener Sache

… und natürlich, weisser Schimmel. Alles hier ist in eigener Sache. Das hier aber besonders, weil eigene Blödheit. Hier waren nämlich mal deutlich mehr Beiträge. Zehn Jahre Blogarchiv. Alles weg. Weil Seite geknackt, Backup schon älter, nicht richtig formatiert, etc etc… Alles weg stimmt natürlich nicht, tatsächlich ist noch (fast) alles da, muss aber mühsam wieder hochgeladen und in Form gebracht werden. Bis dahin, nicht wundern, nicht traurig sein, irgendwann mal wird vielleicht wieder alles da sein. Bis dahin, die Gegenwart und Zukunft ist doch sowieso viel spannender als die Vergangenheit.

Wellness Conclusio

Verlängertes Wochenende in Loipersdorf (zum Hochzeitstag feiern und ein bisschen Entspannung war auch wieder mal notwendig) und es war großartig. Also jetzt ganz ohne Werbung und so, das Sonnreich und das Schaffelbad dort, die sorgen schon dafür, dass es dir gut geht.

Aber so wie es wir eigentlich eh schon immer wissen, nach zwei Tagen faul rumliegen, ins Dampfbad gehen, im warmen Wasser knotzen, wird uns fad. Also entweder sind wir Schnellentspanner oder aber wir brauchen für wirklich nachhaltiges Erholen einfach etwas mehr Action, Landschaft, unterschiedliche Eindrücke oder so, aber wie bitte hält man mehr als zwei Tage in der Therme aus?

Was noch zu sagen wäre…

Voriges Jahr um die Zeit haben wir ja ein paar Reden geschwungen. Und da hab ich ja genau genommen schon recht viel zur Wunderbarsten gesagt, warum und wieso wir damals gestanden sind wo wir gestanden sind (im Volksheim in Enzersdorf physisch, aber ich meine natürlich auch emotional und so…).

Und zack zack zack, plötzlich ist schon wieder ein Jahr um. Quasi ein Wimpernschlag und doch ist man ein Jahr mit der Wunderbarsten verheiratet. Und natürlich ist das ein Zeitpunkt, um kurz inne zu halten und einen Rückblick zu machen.

Ach quatsch… Romantikgedöns mag die Wunderbarste ja gar nicht so sehr, von daher: Es war großartig, es ist großartig. Es wird großartig sein.

Weil wer mich 3.500 Meilen durch die USA chauffiert, einfach nur weil sie so gerne fährt und ich nicht unbedingt, die ist die richtige für die nächsten drölfigtausend Kilometer Leben…

#therewillbeparadeis, season IV

Neues Jahr, neues Gartenglück. Der Mai war ja mehr Regen als sonstwas, von daher war es auch gar nicht so sehr das Thema, die Eismänner abzuwarten, wer will schon im Gatsch Pflanzen eingraben. Aber so feucht wie der Boden jetzt ist, das muss ja eine herrliche Ernte werden.

Auf was hoffen wir?

27 Paradeispflanzerl, teils alte Sorten von diversen Gärtnereien, teils selbst gezogen aus US-Saatgut, vier oder fünf Gurken zum Einlegen und Essen, drei verschiedene Kürbissorten (am Kompost), diverse Kräuter, sieben Chili, Karotten, Rotkraut, Salate, Andenbeeren, Bohnen, Sellerie, Porree, Kohlrabi, Zwiebeln und Knoblauch.

Daumen drücken und Unkraut jäten, das vor allem, derweilen mal wohl nicht wirklich gießen, mehr bleibt jetzt nicht zu tun. Und warten. Und hoffen…

from the canyon to vegas

Grand Canyon. Ich war ja schon im Sommer bei 40 Grad und drölf Millionen Menschen dort und natürlich – bei Regen, Schnee, Kälte, keiner Sonne, da ist das Bild, das Erlebnis ein ganz anderes als damals. Und tatsächlich waren die Bedingungen bei unserem Besuch auch meilenweit entfernt von optimal. Aber man hat, trotz auch bei Regen, Schnee und Kälte drölftausend Besuchern, ja beim Grand Canyon sowieso die ganze Zeit das Gefühl, meilenweit von allem entfernt zu sein. Und deshalb war es grade trotz Nebel, trotz keiner Sonne, keinem klassischem Sonnenauf oder -untergang, trotz zumindest immer Regen, meist sogar Schnee ein unvergleichliches Erlebnis. Weil Sommer kann ja jeder, und die romantischen Bilder vom Canyon in der untergehenden Sonne kennen wir auch alle. Aber im Februar mit all dem Schnee und Nebel und dann eben doch nur ein paar Dutzend Reisenbussen ist die Stimmung da oben am Rand des Canyons doch noch mal eine ganz andere.

Also sind wir auch einfach gleich mal drei Tage geblieben, haben die – relative – Leere genossen, doch noch – vergebens – auf ein bisschen Sonne gehofft, entspannt und Wäsche gewaschen, immer mal wieder einen verregneten Blick (und ein paar Timelapse-Videos) am Rand des Grand Canyon gemacht.

Und sind dann aufgebrochen Richtung Navajoland, Canyon de Chelly, Monument Valley. Also wollten wir zumindest. Angekündigt hat es sich ja nämlich schon irgendwie beim Zwischenstopp im Petrified Forest.

Übrigens Petrified Forest (und Painted Desert) National Park. Das ist ja tatsächlich mein heimliches Highlight gewesen. Weil bezaubernde, unwirkliche Landschaften gibt es ja in Arizona (und Nevada und Kalifornien) zwar überall, aber die versteinerten Bäume, die Farben, das hat dort nochmal der Krone den Hut aufgesetzt.

Aber zurück zu Angekündigt hat es sich ja schon… Weil während einem kleinen Spaziergang im Petrified Forest hat uns doch tatsächlich ein Schneegraupelschauer mitten in der Wüste überrascht, der die Landschaft und uns innerhalb von fünf Minuten von halbwegs sonnig und eigentlich tolles und angenehmes Wetter auf verschneite Winterlandschaft verwandelt hat. Und weil uns dann der Park Ranger dort auch noch mitgeteilt hat, dass sie wohl demnächst die National Parks im Canyon de Chelly und Monument Valley zusperren müssen wegen Wetter und die USA Sim Karte auch ständig NATIONAL ALERT WEAHTER WHATEVER SMS Alarme ausgespuckt hat, haben wir beschlossen, das nordöstliche Arizona nordöstlich sein zu lassen und haben auf der Route 66 einen U-Turn hingelegt wie in jedem guten Roadmovie und sind kurzentschlossen Richtung Las Vegas gebrettert.

Weil, die paar Tage, die wir nordöstlich verbringen wollten, können wir auch woanders vertrödeln… Und ganz ehrlich? Zeit vertrödeln und das Leben und die Landschaft genießen, das ist doch Sinn jedes perfekten Urlaubs…

(klick aufs Bild in der Galerie machts jeweils groß)

from desert to the canyon

Wüste. Und im Grunde gilt das hier jetzt für nahezu die ganze Reise. Das absolut faszinierendste an den Weiten des Westens ist ja, dass du stundenlang an der ewig gleichen Landschaft vorbei fährst und doch ist alles immer anders. Mal ist nur Sand, dann Kakteen. Steine, Berge. Nichts. Mitten drinnen Tombstone und die alte Westernstadt, die sich im Sommer sicher furchtbar nach Disney im schlechtesten Sinne anfühlt, ist im Februar nicht leer, aber leerer. Irgendwie abgeranzt, an den Ecken ausfransend. Und damit herrlich echt und irgendwie spürt man den alten Westernspirit grade deswegen.

Stichwort alt: So viele alte Volunteers wie im Saguara National Park haben wir auch noch selten gesehen. Aber gut, so hat man auch ständig jemanden, den man nach dem Weg fragen kann in dieser unglaublichen Landschaft. Mitten im Nichts, umgeben von tausenden Kakteen ein wunderbarer Zoo Schrägstrich Nationalpark. Mit Schlangen (igitt) und Rotschwanzadlern, Dinosaurierskeletten und Bären und Wölfen. Und natürlich mit tausenden Kakteen. Ylvi im Wunderland.

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from LA to the desert

Etwas über 14 Flugstunden und wir stehen in LA. Hundemüde, geschlaucht, aber glücklich. Die erste Etappe? Auto organisieren, Best Western finden, schlafen. Kleiner Zwischenstopp bei Carls Jr. (top) und Taco Bell (flop) inklusive. Aber am nächsten Morgen sind wir wirklich in LA. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, der Highway schreit nach uns. Und weil Ylvi gestern schon die ersten Kilometer zum Motel gefahren ist, will sie auch die erste Etappe fahren. Und wer wäre ich, ihr diesen Wunsch zu verweigern.

Also ab hinter das Steuer, das Gaspedal durchgetreten und schon sind wir on the road. Palm Springs ist unser erstes Ziel. Inklusive Zwischenstopp im ersten Walmart auf der Strecke und im ersten Outlet Center. Aber dann die Wüste. Vorbei an ewig großen Windradparks. Bis plötzlich vor uns eine Oase auftaucht. Palm Springs. Und gleich daneben – Joshua Tree. Zwei Nächte in einem etwas seltsamen Motel, zwei Tage in einer der unwirklichsten Landschaften. Vormittags einsame Wüste, nachmittags das seltsam altmodische, faszinierend offene Palm Springs, Coachella Valley, Yucca. Aber es hilft alles nichts, es muss weiter gehen.

Auf Richtung Tucson. Mit einem kleinen Zwischenstopp in Yuma.

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Geschafft… zumindest fast

Puh… Knapp die Monatsgrenze gerissen. Aber es sind zumindest mal alle Fotos vom USA Trip gesichtet, aussortiert, grob bearbeitet, gerade gerichtet und ja, jetzt muss natürlich noch eine Auswahl für ein Fotobuch getroffen werden, die Auswahl muss dann noch drölf mal überarbeitet und verworfen und geändert werden. Aber so grundsätzlich, im allgemeinen, oberflächlich betrachtet: Bildbearbeitung USA Trip abgeschlossen…

… und nein, hier ist nix mit dem Weißausgleich schief gelaufen, die Farben im Petrified Forest National Park sind tatsächlich von einem anderen Stern…

Es geht voran…

Jetzt ist es tatsächlich auch schon wieder mehr als einen Monat her, dass wir aus LA retour gekommen sind und ja, ich neige mein Haupt in Scham und Gram, die Fotos sind immer noch nicht fertig. Aber es geht voran, ich bin mittlerweile bei Tag fünf angelangt. Von 23.